Gehen Zähne verloren, baut sich in vielen Fällen in der betroffenen Region der Kieferknochen wegen der fehlenden Belastung in Höhe und Breite ab. Grundlegende Voraussetzungen für die Implantation sind ein ausreichendes Knochenangebot und die Fähigkeit des Körpers zu normaler Wundheilung. Bei weit fortgeschrittenem Abbau des Kieferknochens können wir neuen Knochen aufbauen, um ein sicheres Fundament für ein oder mehrere Implantate zu schaffen. Es bieten sich verschiedene Materialien und Techniken.
Kleinere Defizite können mit Knochenersatzmaterialien ausgeglichen werden. Diese sollen die Anlage von neuem Gewebe fördern. Bei größeren Defekten ist ein Gemisch von Fremd und Eigenknochen die beste Wahl, um neues Volumen zu schaffen. Unsere klinische Ausstattung mit der Möglichkeit der stationären Aufnahme ermöglicht es uns, körpereigene Gewebe aus dem Bereich des Kiefers oder des Beckens zu entnehmen. Dieses Gewebe bildet nach der Einheilung ein stabiles Implantatlager. Es ist jedoch heute bekannt, dass die Bemischung von z.B. sterilem Rinderknochen die Resorption des neuen Knochens verzögern kann. So muss gemeinsam mit dem Patienten individuell entschieden werden, welches Verfahren sinnvoll ist.
Vor Aufbau des Kieferknochens führen wir eine genaue Analyse des vorhandenen Knochens mit einer dreidimensionalen Röntgenuntersuchung durch. So kann exakt geplant werden, an welcher Stelle Knochen aufgebaut und wie viel Knochen hierfür an anderer Stelle entnommen werden muss.
Da der Knochen auch das Zahnfleisch abstützt, ist das Knochenangebot von entscheidender Bedeutung für eine ansprechende Ästhetik.
Zahnklinik Bochum / Therapiezentrum Zahnbehandlungsangst · Prof. Dr. Peter Jöhren · Dr. Gloger · Bergstraße 26 · 44791 Bochum