Woran erkenne ich eine Gingivitis oder Parodontitis?
Gesundes Zahnfleisch hat eine blassrosa Farbe, füllt die Zwischenräume zwischen den Zähnen völlig aus und blutet bei Berührung nicht. Bei einer Gingivitis ist das Zahnfleisch entzündet. Es ist gerötet, geschwollen und blutet leicht. Wird die Entzündung nicht gestoppt, kann sie auf den Kieferknochen übergreifen und schubweise zu dessen Abbau führen. Die dann bestehende Parodontitis kann sich entwickeln, ohne dass der Betroffene deutliche Zeichen davon wahrnimmt. Außer gelegentlich blutendem Zahnfleisch treten eventuell auf:
• Mundgeruch,
• Änderung der Zahnstellung,
• länger werdende und gelockerte Zähne (im weit fortgeschrittenen Stadium)
• gelegentlich dumpfe Druckschmerzen.
Zwischen Zahnwurzel und Zahnfleisch hat sich ein Spalt gebildet, die Zahnfleischtasche, welche einen idealen Lebensraum für Bakterien darstellt. Ausgehend von dieser chronischen Infektion wird das Zahnbett durch Knochenabbau weiter zerstört. Je aggressiver die Bakterien und je schwächer die Abwehrlage des Körpers ist, desto früher und stärker tritt die Krankheit auf.
Die Entzündung des Zahnhalteapparates ist eine von Bakterien verursachte Erkrankung. Auch die gesunde Mundhöhle wird von über 300 verschiedenen Keimarten besiedelt, von denen die meisten harmlos sind. Wenn durch unzureichende Zahnreinigung die Menge der Bakterien zunimmt, gefährliche Arten vermehrt Auftreten, oder wenn der Körper in seiner natürlichen Abwehr geschwächt ist, entwickeln sich unter Einfluß verschiedener Risikofaktoren (z.B. Rauchen) Gingivitis und später Parodontitis.
